DAWAI!

Posted in: Allgemein, Deutschkurse, Infos, Kategorie, Russischkurse- Apr 14, 2015 No Comments

Liebe Leute,

heute haben wir etwas Besonderes für euch: Einen Artikel über deutsche Komposita, geschrieben auf Deutsch von Gabriela, ergänzt und übersetzt in die Russische Sprache von Ekaterina, erschienen in der Zeitung DAWAI!.
Eine Deutsch-Russische Co-Produktion, sozusagen.
Und wir danken der Redaktion von DAWAI! für die passende Illustration!;)

Allen unseren russischen TeilnehmerInnen viel Spaß beim Lesen!

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Unsere Eisenstadt-Exkursion!

Posted in: Allgemein, Deutschkurse, Infos, Kategorie- Mrz 31, 2015 No Comments

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Letzten Samstag sind wir mit unseren Kursteilnehmern mit dem Zug nach Eisenstadt gefahren.
Schloss Esterházy in Eisenstadt ist eines der schönsten Barockschlösser Österreichs und gibt einen beeindruckenden Einblick in das ehemals glanzvolle Leben am Hofe der Fürsten Esterházy. Auch heute noch steht das Schloss im Mittelpunkt des kulturellen Geschehens und wird immer wieder zum malerischen Schauplatz von Festen und gesellschaftlichen Ereignissen. Wir haben auch den Park des Schlosses besucht.

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O-Ton der Studenten:

Elena: „Die Ausstellung ‚Glanzlichter des Schlosses‘ hat uns sehr gefallen. Prachtvoll und nicht zu lang mit Audioguide, dass man auch einmal etwas in seiner Muttersprache hören kann.“

 

 

Mohammed: „Ein sehr lohnendes Ausflugsziel! Interessant war auch der Weg des Weines in die Flasche.“

Artem: „Schöne Bahnfahrt durch Weinberge in das Burgenland – wir haben sogar den Schneeberg gesehen!“

 

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Unsere Trainer im Kreuzverhör

Posted in: Allgemein, Deutschkurse, Infos, Kategorie- Mrz 24, 2015 No Comments

Folge 6

Gabriela, Deutsch-Trainerin

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Gabriela, du unterrichtest Deutsch. Was ist das Schöne an diesem Beruf?

Der Beruf einer Daf-Trainerin hat viele schöne Seiten! Wenn man die deutsche Sprache liebt und gerne kommuniziert, kann man in diesem Beruf richtig aufgehen. Man kann auch kreativ sein und neue Methoden ausprobieren. Das Schönste ist jedoch, dass man in jedem Kurs interessante Menschen kennenlernt. Wenn sich im Kurs alle gut verstehen und man kommt so ins gemeinsame, konzentrierte Arbeiten, dann ist das eine wunderschöne Erfahrung. Ein gemeinsamer Flow. Das ist wie Musik machen!

Welche Eigenschaft schätzt du besonders bei einem Kursteilnehmer / einer Kursteilnehmerin?

Am meisten schätze ich es, wenn jemand ambitioniert ist, ohne mit Krampf alles auf einmal beherrschen zu wollen. Es erfordert einfach Geduld, eine Sprache zu erlernen! Manchmal gibt es Rückschläge, dann wieder Erfolgserlebnisse. Heute denkt man, das erlernt man nie, und morgen kann man es auf einmal fehlerfrei aufsagen. Unser Gehirn ist eine tolle Maschine!

Was gefällt dir an der deutschen Sprache besonders?

Dass man wunderbar lange Sätze mit vielen Angaben machen kann!

Du sprichst ja auch Niederländisch. Wie kommt das?

Ich habe einige Jahre in Amsterdam gelebt. Ein halbes Jahr kam ich dort mit Englisch gut zurecht. Dann packte mich der Ehrgeiz und ich wollte in der Landessprache kommunizieren. Für meinen Beruf – damals war ich Mitarbeiterin in einem Grafikbüro – war Niederländisch wichtig. Vandaar dat ik ook een beetje Nederlands kan praten! 😉

Wo liegt deiner Meinung nach der größte Unterschied zwischen der deutschen und der niederländischen Sprache?
Deutsch ist wesentlich komplizierter als Niederländisch, vor allem von der Grammatik her. Niederländisch kommt einem zuerst einfach vor. Aber Vorsicht! Das ist nur bei jenem mündlichen Niederländisch so, das in Amsterdam von einer multikulturellen Stadtbevölkerung gesprochen wird. Das schriftliche Niederländisch ist sehr subtil, es hat feine Nuancen und man muss es eben richtig lernen, um es idiomatisch hinzukriegen.

Gibt es einen Kulturunterschied zwischen Österreich und den Niederlanden?

Ja, sicher. Die Niederländer sind im Alltag unheimlich nett, positiv und sozial eingestellt. Sehr offen und redefreudig! Allerdings können sie auch knallhart verhandeln und diskutieren. All das findet sich in der Sprache wieder.

050_20121205_meridianHast du noch viel Kontakt zu Niederländern?

Ein paar gute Freunde sind mir aus der Zeit geblieben, das ist schön.

Welche Sprachen sprichst du noch?

Englisch, welches ich an der Uni studiert habe, Französisch, welches sehr eingerostet ist und immer vor den Urlauben aufpoliert wird, und seit einigen Monaten lerne ich Spanisch. Macht viel Spaß!

Was magst du an der Sprachschule Meridian?

Dass hier jeder jeden kennt, dass die Kursteilnehmer manchmal 8 Monate lang bleiben, dass das Arbeitsklima sehr familiär und freundlich ist. Und unsere ambitionierten, tollen, humorvollen KursteilnehmerInnen!

Was sind deine Hobbys?

Gute Literatur, poetische Bilderbücher für junge und ältere Kinder, gutes Autorenkino, Figuren- und Clowntheater, fotografieren, Rad fahren, wandern, skaten, kochen…….

Was gefällt dir an Wien?

Dass Wien eine kleine Großstadt oder eine große Kleinstadt ist. Mit viel Charme und Glamour, aber auch Gemütlichkeit. Wien wird derzeit immer moderner, jünger, leichter und bunter, das gefällt mir auch gut.

Welche AutorInnen oder Bücher würdest du jemandem empfehlen, der schon gut Deutsch spricht?

„Buddenbrooks“ von Thomas Mann, „Ein Regenschirm für diesen Tag“ von Wilhelm Genazino oder „Gestern unterwegs“ von Peter Handke. „Die Spiegelgeschichte“ von Ilse Aichinger, Texte von Friederike Mayröcker und Elfriede Jelinek. Ein persönliches Lieblingsbuch von mir ist auch „Chuzpe“ von Lily Brett.

 

Deutschkurs, ganz aktuell!

Posted in: Allgemein, Deutschkurse, Infos, Kategorie- Mrz 16, 2015 No Comments

Vielen Dank an Hassan für das nette Foto!

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Das Wetter ist schlecht!

Posted in: Allgemein, Deutschkurse, Infos, Kategorie- Mrz 03, 2015 No Comments

Im A1/1 Kurs haben wir die Aufgabe, einen Brief nach Hause zu schreiben. Das Thema: schlechtes Wetter im Urlaub!
Hier kann man lesen, wie fünf Kursteilnehmer und -innen diese Aufgabe gelöst haben. Nach drei Wochen Deutschkurs!

Hallo R.!
Ich bin drei Wochen in dem Irak. Ich bin traurig. Alles ist nicht so gut hier.
Das Wetter ist schlecht. Die Sonne scheint, aber es ist zu heiß. Es sind 52 Grad. Wir haben keinen Ventilator.
Mir ist auch schlecht. Ich habe seit einer Woche Bauchschmerzen. Ich habe Durchfall und ich erbreche mich.
Ich möchte, dass zu du mir kommst. Du musst zum Arzt gehen mit mir.
Ich warte auch dich.
Bis bald!
H.


Hello N.!
Wie geht es? Wie geht’s deiner Tochter? Ich hoffe, alles ist gut.

Ich bin nach Wien geflogen. Im Flughafen habe ich mein Gepäck verloren.
Es regnet und es ist kalt hier, aber ich habe keine warme Kleidung mit.
Ich nehme jetzt ein Taxi und fahre zum Hotel.
Ich gehe jetzt nicht in Wien spazieren und ich gehe nicht ins Museum, weil ich auf das Gepäck warte.
Ich hoffe, das Problem verdirbt mir meinen Urlaub nicht.
Wir sehen uns bald.
Alles Gute!
N.


 

Hallo M.,
ich bin in Urlaub für eine Woche und ich bin in Berlin.
Heute und für die ganze Woche ist das Wetter nicht schön.
Es regnet, es ist windig und wir haben ca. 5 Grad.
Also, ich kann nicht die Stadt besichtigen und ich kann nicht die Parks besuchen!
Es geht mir nicht so gut! 🙁
Tschüs!
S.


 

Hallo E.,
wie geht’s dir?
Wir sind in Bulgarien. Für zwei Wochen.
Das Wetter ist schlecht. Es ist kalt. Es regnet. Wir haben nur 18 Grad.
Das Essen schmeckt nicht gut.
Das Hotel gefällt mir nicht. Die Zimmer sind zu klein.
Es gibt keinen Balkon. Es ist sehr laut.
Wir haben keine Ruhe.
Liebe Grüße,
V.


 

Hallo, mein Bruder A.!
Du fehlst mir!
Ich wohne jetzt in Stockholm, in Schweden.
Das Leben hier ist hart, das Wetter ist so schlecht.
Es gibt nur zwei Jahreszeiten, der Winter ist lang und es ist sehr kalt. Es regnet und schneit neun Monate.
Jeden Morgen beginne ich die Arbeit um 7:00 Uhr, denn ich habe Sprachkurs und immer muss ich dicke, warme Kleidung tragen.
Ich habe keine Freizeit. Wir sehen die Sonne nicht, nur ein bisschen.
Am Wochenende bleibe ich zu Hause, weil das Wetter nicht schön ist, und ich mache kein Picknick.
Ach, ich bin so müde.
Liebe Grüße,
M.


 

Apfelstrudel, die zweite!

Posted in: Allgemein, Deutschkurse, Infos, Kategorie- Mrz 03, 2015 No Comments

Letzte Woche waren wir mit unseren Kursteilnehmern wieder einmal in Schönbrunn, bei der Apfelstrudelshow.
Die Rückmeldungen im O-Ton:

Marge: „Weil es draußen so kalt war, hat mir die Mehlspeise besonders gut geschmeckt!“

Amelia: „Ich habe mir das Apfelstrudelrezept mitgenommen, ich möchte es zu Hause probieren.“

Anmerkung des Lehrers:
„Es gibt ja eine eigens eingerichtete Apfelstrudelbackhotline……“ 😉

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Eine Grotte mit Geschichte

Posted in: Allgemein- Feb 23, 2015 No Comments

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Am Samstag waren wir mit unseren Kursteilnehmern in der Seegrotte Hinterbrühl und in Mödling.

Wie ist diese Grotte entstanden? Auf der Website kann man lesen: „Es war im Jahre 1912, als nach einer Sprengung im damaligen Gipsbergwerk Hinterbrühl mehr als 20 Millionen Liter Wasser in die Gänge und Stollen strömten. Durch den Einbruch des Wassers hat sich ein riesiger See gebildet – der größte unterirdische See Europas. Das stillgelegte Bergwerk blieb bis zu dem Tag, an dem ein Team von internationalen Höhlenforschern in den 30er Jahren das einmalige Naturspektakel unter Tag entdeckte, geschlossen.

Die unterirdische Flugzeugfabrik

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die „SEEGROTTE“ von der deutschen Wehrmacht beschlagnahmt. Hier errichteten die deutschen Heinkel-Werke in den ausgedehnten Gängen eine große, unterirdische Flugzeugfabrik.  Im Jahre 1944 wurde das Wasser von der deutschen Wehrmacht ausgepumpt, alles trocken gelegt und beheizt. 2.000 Arbeiter, darunter viele Zwangsarbeiter, waren damit beschäftigt, hier einen der ersten Düsenjäger der Welt zu produzieren.

Wieder ein Bergwerk

1945 zerstörte ein Sprengkommando die Fabrik mit sieben schweren Bomben. Es dauerte drei Jahre, bis das Bergwerk renoviert war und für die Touristen wieder zugänglich wurde. Mehr als zehn Millionen Menschen besuchten das ehemalige Bergwerk seither, allein im Vorjahr kamen rund 250.000 Personen aus aller Welt.“
Weitere Infos findet ihr hier!

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Die Kommentare unserer Kursteilnehmer:

Gosia, mit Ehemann und Kind dabei:

„Die Führung war nett gemacht. Mir hat gut gefallen, dass der Herr extra darauf geachtet hat, dass Kinder vorne stehen können, damit diese gut sehen.
Die Bootsfahrt war dann der Höhepunkt!

Levon:

„Ein sehr nettes Ausflugsziel mit einem Guide, der einen interessanten Vortrag in einem sehr klaren Deutsch zur Seegrotte gehalten hat.
Die lustigen Geschichten von Herr Lehrer Jochen über Mödling haben den Tag perfekt gemacht!“

 Natascha:

„Die Zeitgeschichte des letzten Jahrhunderts so mitzuerleben ist eine ganz interessante Sache. Eine Besichtigung zahlt sich aus. Schön war der Spaziergang durch den Kiefernwald nach Mödling und das typische Österreich-Restaurant!“

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Unsere Sarah aus dem „Ländle“

Posted in: Allgemein, Infos, Studium- Feb 18, 2015 No Comments

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Sarah Anna hilft bei Meridian in der Buchhaltung aus. Wir haben Sie zu einem kleinen Interview gebeten.

Sarah, wie bist du zu Meridian gekommen?

Durch eine Freundin, die die Bilanzen macht.

Was studierst du?

Wirtschafts- und Sozialwissenschaften – mit Schwerpunkt Volkswirtschaft und Sozioökonomie – an der WU Wien.

Was gefällt dir an deinem Studium?

Das große Lehrveranstaltungsangebot und der neue Campus!

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Was gefällt dir nicht?

Die Knock-out Prüfungen im 1. Abschnitt und leider Kapazitätsengpässe.

Woher kommst du ursprünglich und was kann man als Tourist dort erleben?

Ich komme aus Vorarlberg … Von Skifahren, klettern, schwimmen über wandern bis zu den Kultur-Highlights wie den Bregenzer Festspielen ist alles möglich. Und noch etwas: Im „Ländle“ wird Tradition sehr hochgehalten. Wer z.B. im Februar dort ist, kann zusehen, wie man den Winter vertreibt indem man Hexen auf Scheiterhaufen verbrennt. 🙂

Wie gefällt es dir in Wien?

Anfangs war es für mich sehr hektisch und mühsam. Aber man gewöhnt sich daran und wird selbst ein bisschen „schneller“. Inzwischen ist Wien zu meinem Zuhause geworden und ich könnte mir durchaus vorstellen, nach meinem Studium noch ein paar Jahre hier zu leben.

Du hast auch ein Kind. Wie bringst du das alles nur unter einen Hut?

Ich sage nur: Frühstück, Ganztagsschule und penibel genau geplante Agenda 😛

Jetzt lebst du in Wien. Hast du einen Tipp für unsere Kursteilnehmer – Restaurant, Café, ein besonderer Ort …. Was würdest du empfehlen?

Also, ein Tipp von mir: Die Wiener Küche! Zum Beispiel der Reinthaler in der Stuwerstraße 5 im 2. Bezirk: suuuuper Essen und günstig! Im Sommer finde ich den Donaukanal recht gemütlich, vor allem sobald es warm wird und die „Beachbars“ aufgebaut sind!

Letzte Frage: Wie wird dein Leben in 10 Jahren aussehen?

„Du kannst dein Leben immer grob planen, aber die Feinheiten darin, die zeichnet das Schicksal und der Zufall malt es bunt!“

Wir danken Sarah Anna herzlich für das Interview! (gh)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Trainer im Kreuzverhör

Posted in: Allgemein, Deutschkurse, Infos, Kategorie- Feb 05, 2015 No Comments

FOLGE 5

SARAH, Deutsch-Trainerin

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Sarah, du unterrichtest DaF/DaZ. Was gefällt dir an diesem Beruf?

Als DaF-Trainerin mit zahlreichen Menschen mit Migrationshintergrund in Kontakt kommen zu können, ist für mich persönlich eine Bereicherung. Eine Bereicherung ist es vor allem deshalb, weil ich durch die SchülerInnen neues Wissen, Sprachen, unterschiedliche Werte sowie neue Meinungen erfahren darf.

In den letzten zwei Jahren konnte ich Menschen aus über 60 Nationen die deutsche Sprache sowie die österreichische Kultur näher bringen. Ich liebe an diesem Beruf vor allem das Kommunikative und die Abwechslung. Kein Kurs gleicht dem nächsten, und jede Gruppe entwickelt ihre ganz eigene Dynamik. Somit ist es ein Beruf, der viel Flexibilität und Einfühlungsvermögen seitens der Daf-Trainerin/des Daf-Trainers einfordert, denn jeder Schüler hat seine eigenen Ziele aber auch Schwierigkeiten beim Spracherwerb.

 Wann macht dir das Unterrichten besonders Spaß?

Ich muss leider öfters erleben, dass SchülerInnen mit einer eher negativen Konnotation gegenüber der deutschen Sprache einen Kurs beginnen. Des öfteren stecken Gefühle wie Angst oder Unsicherheit dahinter. Kommentare wie „Deutsch ist eine der schwierigsten Sprachen!“ oder „Warum habt ihr neben Regeln immer so viele Ausnahmen?“ gehören zu meinem beruflichen Alltag.

Somit macht es mir besonders viel Spaß, wenn ich es schaffe, meine SchülerInnen davon zu überzeugen, dass Deutsch mit ein bisschen Fleiß und Willen ganz viel Spaß machen kann.

Aufgrund der Rückmeldungen meiner SchülerInnen glaube ich, dass ich eine sehr empathische Trainerin bin. Ich gebe jeden Tag mein bestes, damit meine Schüler ihre ganz persönlichen Lernziele erreichen können. Ich freue mich auch immer von Herzen mit ihnen mit, wenn sie eine ÖSD-Prüfung positiv absolvieren.

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Was gefällt dir an der deutschen Sprache?

„Binnenschifffahrtsstraßenordnungsberufssicherheitsbeauftragter“, „Donaudampfschifffahrtselektrizitätenhauptbetriebswerkbauunterbeamtengesellschaft“ – Deutsch zeichnet sich durch seine hohe Komplexität aus 🙂 Kasus, Genus, Deklinationen, Syntax, Präpositionen, Komposita…. Die deutsche Sprache ist meiner Meinung nach eine sehr anspruchsvolle, und nicht nur für die SchülerInnen sondern auch für die TrainerInnen eine große Herausforderung, wenn es um die Vermittlung geht. Deutsch finde ich auch durch die zahlreichen Varietäten spannend.

 Welche Sprachen sprichst du und wie/warum hast du sie gelernt?

Sprachen zu lernen zählte schon immer zu meinen großen Leidenschaften und bereitete mir großen Spaß – egal ob meine Muttersprache Deutsch in den ersten Jahren meiner Kindheit oder die Sprachen, die ich später erlernen durfte. Obwohl ich eigentlich nur zweisprachig aufwuchs – eine Varietät der deutschen Sprache sowie die deutsche Standardsprache – bereitete es mir in der Hauptschule schon unglaublich viel Spaß, zwei weitere lebende Fremdsprachen zu lernen: Englisch und Italienisch. In meiner Jugend konnte ich noch zusätzlich die Sprachen Französisch und Slowenisch erwerben, und auch die Tatsache, dass in dieser Schule fast alle Fächer in englischer Sprache abgehalten wurden, bereitete mir große Freude.

Nach der Matura wollte ich am liebsten gleich alle bereits erworbenen Sprachen anwenden, und arbeitete bei einer Airline als Flugbegleiterin. Nach einem Jahr jedoch hatte ich den Wunsch, Sprachen am Institut für Romanistik zu studieren, und konnte dabei eine weitere Sprache erwerben: Spanisch. Während des Studiums kam ich auch nicht drumherum, das Latinum nachzumachen. Was mir jedoch beim Erwerb der spanischen Sprache sehr stark auffiel, war das hohe Niveau, dass ich nach nur drei Monaten aufgrund meines vorhandenen Vorwissens romanischen Sprachen gegenüber erzielen konnte (B1). Je mehr Sprachen einer Sprachfamilie (romanische Sprachen) ich erwarb, umso leichter wurde es meiner Ansicht nach.

Jetzt hast du begonnen, Arabisch zu lernen. Wie geht es dir dabei?

Ja, das ist richtig. Im November begann ich mit meinem ersten Arabisch-Kurs (A1), da ich neben den bereits erlernten Sprachen der indogermanischen Sprachfamilie eine Sprache kennenlernen wollte, die nichts mit dem bereits gelernten zu tun hat. Sie sollte sozusagen einen großen Kontrast zu den bereits erlernten Sprachen darstellen. Um ehrlich zu sein habe ich es mir einfacher vorgestellt, als es jetzt tatsächlich ist. Nach der ersten Arabisch-Stunde empfand ich ein Gefühl der Ohnmacht. Es war die Ohnmacht meiner A1/1-Schüler, denen ich von Montag bis Freitag für drei Stunden versuchte, Deutsch schmackhaft zu machen – natürlich mit viel Input, mit vielen Informationen, mit viel Wortschatz – einfach mit Vollgas.  Hier ist ein kleiner Auszug meines Tagebuchs:

„In der ersten Einheit des Arabisch-Kurses wurden die 28 Buchstaben wie Memory-Kärtchen auf einem Blatt präsentiert. Der Lehrer las alle Buchstaben laut von rechts nach links vor, und wir sollten daraufhin die 28 Buchstaben wiederholen. Die erste Problematik, die ich sofort feststellen konnte, war neben dieser Fremde die Aussprache der einzelnen Buchstaben bzw. „Zeichnungen“. Ich versuchte, mir über jeden Buchstaben eine Assoziation bzw. die deutsche Aussprache zu notieren.„älif, bä (kann aber auch be sein), tä, the (bitte wie thank oder thirty), dschim (wie german) usw.“.

Meine erste Herausforderung bestand somit darin, die für mich neuen Buchstaben zu dekodieren, sodass ich sie auch Tage später noch aussprechen konnte. Was wirklich gut war, war das häufige Wiederholen des Alphabets und der Aussprache. So hatte ich eine geringe Chance, das Alphabet durch meine „verdeutschte Version“ richtig runter zu rattern. Doch hätte ich meine schöne Eselsbrücke nicht gehabt, hätte ich keine Ahnung gehabt, welches Zeichen wie ausgesprochen wird, oder besser gesagt, was wie heißt. Wie heißt der Buchstabe und wie wird er ausgesprochen? Beide Dinge zu beachten, das war für mich eine große Herausforderung. Neben der Aussprache sollte auch noch das Schreiben der Buchstaben gelernt werden. Es kam mir nicht vor wie ein Sprachkurs, sondern eher wie eine Zeichenstunde – nur mit dem klitzekleinen Unterschied, dass ich nicht malen durfte was ich wollte, sondern dass ich versuchen musste, das Gemalte des Trainers in mein Heft abzupausen. Was mich dabei gleich überforderte war die Tatsache, dass die Buchstaben auch unter die Zeile gehen konnten. „Im Deutschen ist das ein großer Vorteil. Alles exakt und gerade über der Linie“, dachte ich. Als ich ein wenig genauer über die deutsche Sprache zu reflektieren versuchte, merkte ich sehr bald, dass bei unseren Buchstaben auch sehr wohl Linien unter die Zeile gelangen – man denke an g oder q. Ich dachte: „Peinlich! Wie konnte ich denn nur das arabische Alphabet erlernen, wenn ich mir noch nie ernsthafte Gedanken über das meiner Muttersprache gemacht hatte?“ Was mich beim Schreiben außerdem noch überforderte war, dass das im Arabischen oft nicht so genau ist. Der Trainer zeigte uns viele verschiedene Varianten, wie derselbe Buchstabe geschrieben werden kann.

Wir sollten ca. zwei Stunden einplanen, um die bereits gelernten Dinge zuhause zu Wiederholen. „Zwei Stunden?“,  wunderte ich mich. Ich müsste eher eine Woche dafür einplanen.“

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Das heißt „Sarah“!

 

 

 

Wie lebst du selbst das Thema „Multikulturalität“, was bedeutet es für dich?

Da ich in einem kleinen Ort auf dem Land groß geworden bin, welcher nicht mehr als 1900 Einwohner zählt, war die Stadt Wien für mich von Beginn (2008) an ein Erlebnis. Ein Erlebnis, welches bis heute andauert. Mir wurde in dieser Stadt sehr schnell bewusst, dass Österreich ein Land ist, welches durch Immigration bestimmt wird. Das heißt, dass in Österreich eine kulturelle Vielfalt vorherrscht. Obwohl nach wie vor leider viele ÖsterreicherInnen verweigern, diese Migrationstatsache zu akzeptieren, kann meiner Meinung nach eine Migrationsgesellschaft sowohl eine Bereicherung als auch neue Erfahrungen bieten. Ich selbst würde mir wünschen, von dieser Defizitperspektive wegzukommen und Migration nicht mit Armut oder Kriminalität in Verbindung zu bringen. Vielmehr sollte es als eine positive Herausforderung für alle Beteiligten angesehen werden, in welcher niemand als andersartig angesehen werden sollte.

Was sind deine Hobbys?

Meine Hobbys sind Reisen, Sprachen lernen, Sport treiben und dies vor allem mit meinem Mann, meiner Familie sowie mit meinen Freunden teilen zu können. Wenn ich so darüber nachdenke, dann zählt auch mein Beruf zu meinen Hobbys, denn ich liebe es, mit Menschen zusammenzuarbeiten und etwas Positives für die Gesellschaft beitragen zu können.

Was magst du an der Sprachschule Meridian?

Ich fühle mich bei Meridian sehr wohl. Die Sprachschule gibt einem als Lehrperson mit seinem netten Personal und der netten, familiären Atmosphäre ein gutes Gefühl, dort zu arbeiten. Ich liebe es auch, dass immer auf die Wünsche der TrainerInnen Rücksicht genommen wird. Ich glaube, wir sind ein tolles Team!

Interview: gh, Februar 2015

Teenager halten Daumen hoch zum Gratulieren

So bunt und fröhlich!

Posted in: Allgemein, Deutschkurse, Infos, Kategorie- Jan 29, 2015 No Comments

Gestern waren wir mit unseren Kursteilnehmern auf den Spuren von Friedensreich Hundertwasser in Wien unterwegs. Wir haben das Hundertwasserhaus und die Müllverbrennungsanlage Spittelau besucht. O-Ton der Studenten:

  • Laura, Argentinien:
    „Ich war sehr überrascht, dass Hundertwasser so bunt und fröhlich Dinge gestaltet hat!“
  •  Gosza, Polen:
    „Knallbunte Außenwände, begrünte Dächer, Zwiebeltürme, Mosaiken, vor allem aber der Verzicht auf gerade Linien – man weiß nicht, wo die Grenzen zwischen Kitsch und Kunst liegen!“
  •  Abdullah, Syrien:
    „Das Beste war die Hundertwassertorte!“

So war wieder für jede/n das Richtige dabei!! 🙂

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